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Gutes verlässlich tun

Was uns leitet

Durch dieses Leitbild soll die Bedeutung der kirchlichen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit als unverzichtbarer Bestandteil des kirchlichen Sendungsauftrags herausgestellt werden.

 

Kirchliche Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind pastorale Handlungsfelder, in denen selbständige Träger mit verschiedenen Schwerpunkten und Arbeitsformen tätig sind und eine sich ergänzende, notwendige Vielfalt gewährleisten.

Das Leitbild stellt die Erklärung der allgemeinen Grundsätze der Katholischen Jugendwerke Köln e.V. dar. Nach innen spiegelt es die Situation, Ziele und Aufgaben der gemeinsamen Arbeit wider. Nach außen verdeutlicht es einer breiten Öffentlichkeit, welches Menschenbild und welcher Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie anderen Bezugsgruppen für die Katholischen Jugendwerke leitend sind. Besonderen Bezug nehmen wir im Leitbild auf das im Jahre 1999 im Erzbistum Köln entwickelte „Pastorale Rahmenkonzept für die Kirchliche Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln“.
Eine besondere Herausforderung sind uns die damit verbundenen Aufgaben und die vier Optionen für:

  • die Kirche als Ort der Begegnung mit Jesus Christus
  • Personalität und Solidarität
  • Partizipation
  • ärmere und benachteiligte junge Menschen.

Wer wir sind

Profil

Die Katholischen Jugendwerke Köln e.V. verstehen sich als eigenständiger Träger der Jugendhilfe, welcher insbesondere mit Kirchengemeinden vor Ort und mit anderen Trägern kooperiert. Tragende Säulen sind die Stadtjugendseelsorge, die katholische Jugendfachstelle Köln und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Stadt Köln. Der Verein beteiligt sich an der Erfüllung des kirchlichen Auftrags, jungen Menschen zukunftsorientierte Lebensperspektiven aufzuzeigen und sie bei der Gestaltung ihres Lebens zu unterstützen. Somit ist der junge Mensch mit seinen Nöten und seinem Bedarf letztlich unser Auftraggeber. An ihm richten wir unser Handeln und unsere Orientierung aus, unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung und Religion.

Die Glaubwürdigkeit unseres Handelns liegt auf dem christlichen Wertehintergrund, der Wertschätzung der Persönlichkeit, dem Zusammenhang von Individuum und sozialer Bezogenheit, der Hilfe bei Entwicklung und Findung des eigenen Lebensentwurfs sowie der Förderung einer ethischen Lebenshaltung. Dies sollte von den Jugendlichen jederzeit überprüft werden können. So können wir dem jungen Menschen unseren Dienst auf gleicher Augenhöhe zur Verfügung stellen.

Wie wir uns verständigen

Kommunikation

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Katholischen Jugendwerke – auch die ehrenamtlich Tätigen - bilden mit ihren Ideen, ihrer Kreativität, ihrer Ausdauer und Motivation die Brücke zwischen dem Verein und den konkreten Projekten vor Ort. Sie bilden somit das wichtigste Kapital unserer Arbeit, da sie durch ihre Person den Verein mit seinen Zielen und Inhalten, mit seinem Stil und Klima darstellen.

Diese Herausforderung bedarf einer ständigen Pflege. Dies gilt auch für unsere Verpflichtung und Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich aktiv für und mit uns zum Wohle der jungen Menschen einsetzen. Bei der Verfolgung unserer Ziele suchen wir konkrete Impulse, Beobachtungen und Anregungen und bieten vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erkenntnisse in diesen Prozess einzubringen. Dies gelingt vor allem durch eine transparente Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Vorstand und Mitgliedern über Lage, Ziele, Inhalte und Veränderungen des Vereins.

Die Katholischen Jugendwerke kommunizieren ihre Arbeit nach außen durch Kontakte mit Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Medien. Eine besondere Rolle spielt die Betreuung von Spendern. Mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit informieren wir über unsere Ziele und Inhalte und berichten über konkrete Projekte. Diese Arbeit ist auch eine Form der Verkündigung des Evangeliums.

Wie wir Kinder- und Jugendarbeit verstehen

Zielgruppe

Im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes konzentrieren sich die Katholischen Jugendwerke auf die Arbeitsfelder Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit (§§11-13 KJHG). Als katholischer Träger sehen wir im Wert des Einzelnen die besondere Herausforderung unseres Handelns. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen ihre Arbeit als personales Angebot am jungen Menschen und reagieren auf soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen mit erhöhter Unterstützung. Im Feld der Jugendverbandsarbeit engagieren sich die Katholischen Jugendwerke subsidiär zu den Bedürfnissen der Ehrenamtlichen.

Der tief greifende gesellschaftliche Wandel erfordert eine eindeutige Solidarisierung mit dem jungen Menschen und fordert unsere Bereitschaft, immer wieder als Anwalt zu intervenieren. So verstehen wir unsere Arbeit nicht nur als Dienstleistung, sondern auch als ein partnerschaftliches Miteinander.

Wir orientieren uns an den unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen. Hierbei beziehen wir interkulturelle und interreligiöse Aspekte in unsere Arbeit ein. Ziel unseres Engagements ist, jungen Menschen gute Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und sie zu befähigen, diese langfristig und eigenständig zu nutzen.

Mit wem wir arbeiten

Kooperation

Die Katholischen Jugendwerke wollen in der Gesellschaft meinungsbildend und wahrnehmbar tätig sein. Wir beziehen klar Position, entwickeln Ideen, setzen Impulse und wirken innerhalb sozialer Netzwerke aktiv mit. Die Möglichkeit, gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten, zeigt sich beispielsweise am Leitbildprozess der Stadt Köln. Unser Handlungskonzept bezieht sich auf den unmittelbaren Sozialraum der Einrichtungen und Projekte. Dies geschieht in enger Kooperation mit den Pfarrgemeinden und den Jugendverbänden.

Aus diesem Grund verstehen wir unseren Auftrag einerseits als ganzheitliche Aufgabe, andererseits als Teil eines kommunalen Netzwerkes. Zu den Partnern in der Kommune zählen u. a. öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe, politische Vertreter in der Kommune und den Stadtbezirken, innerkirchliche Gremien, die Arbeitsverwaltung, Schulen, Wirtschaftverbände und Ausbildungsbetriebe, Eltern- und Bürgervertretungen.